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| Rüdiger Folz | Allgemein

Julius und der SVD

Wo fängt man an? Was möchte man alles sagen? Was ist alles passiert?

Nun, angefangen hat Julius Geschichte beim SVD mit einem ersten Probetraining. Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir auch ein Probetraining bei einem anderen Verein noch hatten, einfach um Julius selbst entscheiden lassen zu können, zu welchem Verein er gehen möchte. Und diese Entscheidung war von ihm schnell getroffen. Er war 4 Jahre alt und gleich nach dem ersten Ausprobieren vom Trainer, den Mannschaftskammeraden und dem Training überzeugt, dass er nach Dörfleins wollte. Als wir Julius Absicht dann dem Coach mitteilten, wurden auch wir alle als Familie sehr offen und freundlich aufgenommen und umfassend informiert. Gleich gab es auch schon die wichtigen Infos, wann Training ist, welche Ausstattung gebraucht und was gestellt wird und wann auch erste Möglichkeiten wären, zu richtigen Spielen und Tournieren mitzumachen. Gefühlt war es ein Wimpernschlag als Julius dann zum ersten Mal in einem etwas zu großen SVD-Trikot zu einem Spiel auflief und nach Anweisung vom Coach erst zu der einen Seite der Eltern, dann zur anderen Seite winkte. Nicht jede Anweisung des Coaches wurde aber immer so zielgerichtet umgesetzt. So waren in den ersten Spielen mal die Gänseblümchen auf dem Platz interessanter oder der vorbeifahrende Güterzug. Zum Glück waren auch die Gegenspieler in diesem Alter an den gleichen Sachen interessiert. So glichen sich diese Fehler wieder aus. Ich kann mich aus dieser Zeit jedenfalls auch nicht mehr an Spielergebnisse erinnern und glaube auch, dass uns das allen nicht so wichtig war. Zugegeben, ich war schon sehr stolz und habe mich selbst wie ein kleines Kind gefreut, als Julius sein erstes Tor geschossen hat. Aber auch die Trainer vermittelten immer mehr die Freude am Spielen als verbissen Ergebnisse oder Tore erzielen zu müssen – das war für mich auch bis zum Schluss das, was mir den Verein und das Klima immer so sympathisch gemacht hat – keine übertriebene Härte oder Verbissenheit, sondern immer die Freude und Lust am Spiel und eine angemessene Förderung und Weiterentwicklung zu ermöglichen. Natürlich war es auch sehr schön zu beobachten, wie aus einem Pulk Kinder um den Ball sich allmählich Jugendliche auf Positionen entwickelten. Die Zeit schien zu rasen, denn man war gefühlt auch laufend auf oder an der Seite des Rasens. Für uns als Eltern auch eine sehr schöne Zeit, denn neben dem Platz und bei den Turnieren mit bestens organisiertem Catering durch die Eltern war immer ein gutes und freundschaftliches Gespräch möglich.

Für mich persönlich kam dann auch eine aktive Zeit, die ich Julius Entscheidung, zum SVD zu gehen, verdanke. Rüdiger Folz, der mehr und mehr Trainingsmethoden und Möglichkeiten erweiterte, Materialien besorgte und immer mehr Ideen zur Gestaltung des Kleinfeldfußballs einbrachte (ich erwähne hier nur Funino, Fußball5, Training mit Exerlights, psychologische Methoden der geteilten Aufmerksamkeit, Trainercoaching durch AdvanceFootball, …) bot mir die Möglichkeit an, mitzutrainieren. Diese Saison mit Andi Peter und Rudi Folz die E-Jugend trainiert zu haben, bleibt für mich in sehr schöner und positiver Erinnerung und erfüllt mich mit Stolz, wie das erste Tor. Und auch etwas Positives und Aktives, was für mich aus dieser Zeit bleibt, ist der Kontakt zu den AHlern des SVD, bei denen ich immer willkommen war und bin, selbst aktiv zu kicken.

Ein absoluter Gewinn in dieser Zeit, der vielleicht von außen gar nicht so zu sehen war, waren die sich bildenden „Trainerpools“ im Kleinfeldbereich über alle Altersklassen. Diese halfen enorm, ein konstantes und qualitativ sehr hochwertiges und strukturiertes, alters- und leistungsangemessenes Training anbieten zu können.

Leider gibt es aber auch aus dieser Episode die Erinnerungen unserer Fußballzeit beim SVD geprägt durch Einschränkungen bedingt durch die Corona-Pandemie. Ab da veränderte sich für Julius und auch für uns einiges und vieles ging erstmal nicht mehr oder dann nur noch auf Distanz, auch wenn der Trainings- und Spielbetrieb der Jungs unter immer wieder neuen und schwerlich umzusetzenden kontaktlosen und zuschauerleeren Plätzen mit zig Auflagen wieder aufgenommen werden konnte. Aber dies konnte die Spielfreude von Julius und seinen Jungs nicht dauerhaft bremsen und auch die Geselligkeit neben dem Platz fand bald wieder Wege, Einzug zu halten. So erinnern wir uns auch immer wieder gern an Wochenendfahrten mit Freizeitaktivitäten rund um Fußball5 mit Einkehr in örtlichen Lokalitäten, Große Reisen der aufstrebenden Kicker (BeachSoccerWM am Weisenhäuser Strand und Trainingslager in Rappertshausen) und legendäre Abschlussfeste (mit Polizeieinsatz wegen Ruhestörung, Heiratsantrag, und im Zelt durch Gewitterguss fast ertrunkenem DJ, …).

Alles in Allem – eine geile Zeit – für uns alle!!! Und auch unsere inoffizielle Hymne „Give never up a fight!“ klingt mir noch im Ohr und bleibt als Prägung für Julius und mich. So hätte es gern weitergehen können, aber Fußball und das Leben sind halt Veränderung und Entwicklung. Somit kam das Kapitel „Leistungszentrum“ bei der DJK Don Bosco auf uns zu. Das Ende ist somit auch schnell beschrieben, da es wie der Anfang war: Probe, damit Julius einen Eindruck bekommen und für sich eine Entscheidung treffen konnte, der Rest hat dann auch zusammengepasst und Julius & wir haben eine Entscheidung getroffen. Leider ist damit ein Ende unserer gemeinsamen SVD-KreuzbergKickers-Zeit verbunden und wir möchten uns bei allen Wegbereitern und Wegbegleitern bedanken.

VIELEN LIEBEN DANK und wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf dem Platz, egal auf welcher Seite ;-)

Kreuzberg Kickers
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